Tatsachen
Die schützende Ozonschicht nimmt ab.
Die Ozonschicht, die die Erde in 20 bis 25 km Höhe (Stratosphäre) umgibt, schirmt den größten Teil der ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne ab.
1984 entdeckten Wissenschaftler ein "Ozonloch" über der Antarktis, das Jahr für Jahr wiederkehrt. Jedoch auch über der Nordhalbkugel entstehen vorübergehend gefährliche Ausdünnungen der Ozonschicht.
Messungen des meteorologischen Observatoriums auf dem Hohenpeißenberg zeigen eine durchschnittliche Abnahme der stratosphärischen Ozonschicht um 10 % innerhalb der letzten 30 Jahre. An manchen Tagen kann die Ozonschicht aber auch um 30 % dünner sein als üblich. Dies verstärkt die ultraviolette Strahlung an der Erdoberfläche um mehr als 30 %.
Das heißt, die Ozonschicht ist dünner und durchlässiger geworden, auch in unseren Breiten. Und dies kann zu einer intensiveren ultravioletten Strahlung an der Erdoberfläche führen.
Internationale Vereinbarungen schützen die Ozonschicht, doch mittelfristig ist noch keine Abnahme der UV-Belastung in Bayern zu erwarten.
Da man die energiereiche ultraviolette Strahlung weder sieht noch spürt, kann dies unbemerkt zu gesundheitlichen Schäden der Haut und der Augen führen. Ein aktiver, vorbeugender Sonnenschutz ist deshalb stets die beste Vorsorge.
Der UV-Index macht sichtbar, was man nicht sieht: UV-Strahlung.
UV-Strahlen sieht und spürt man nicht. Auch deshalb sind sie so gefährlich. Der UV-Index (UVI) macht UV-Strahlen auf einer Skala “sichtbar”. Er wird regelmäßig gemessen und gibt die Stärke der ultravioletten Strahlung von Sonne und Himmel an, die auf die Erdoberfläche trifft.
Seine Skala reicht von 0 bis 11++. Je höher die Zahl, umso höher und gefährlicher die UV-Belastung und die Gefährdung der Haut. In Deutschland sind Werte zwischen 0 und 8 üblich, in südlicheren Regionen bis zu mehr als 15.
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Hohe Werte, hoher Schutz.
Die Höhe der UV-Belastung ist abhängig vom Sonnenstand, der mit Tageszeit, Jahreszeit und geographischer Breite variiert. Je höher die Sonne steht, desto höher ist der UVI. Damit hat der UVI hohe Werte am Mittag im Frühjahr und im Sommer und besonders in der Nähe des Äquators. Auch Bewölkung, die Höhenlage eines Ortes oder Schnee und Wasser (Reflexion der Strahlen!) beeinflussen den UV-Index.
Faustregel: Je höher die UV-Werte, umso höher muss der Schutz sein. Die Notwendigkeit und die Höhe des erforderlichen Schutzes ist abhängig vom Hauttyp.
UV-Strahlen gehen unter die Haut. Besonders UVA- und UVB-Strahlen.
Sonnenstrahlen enthalten ultraviolette Strahlen: UVA, UVB und UVC. Während die UVC-Strahlen fast völlig von der Ozonschicht absorbiert werden, dringen UVA- und UVB-Strahlen in Haut und die Zellbausteine ein. Diese energiereichen UV-Strahlen können die Erbsubstanz (DNA) schädigen. Wenn sich Zelle und Haut nicht wieder “reparieren” können, bleiben sie dauerhaft geschädigt.
Sonne bereitet ein herrliches Gefühl auf der Haut und hebt unsere Stimmung. Außerdem ist sie zur Bildung des wichtigen Vitamins D notwendig, das die Rachitis („Knochenweiche“) verhindert. Doch um diesen Vitaminbedarf zu decken genügt es, dreimal pro Woche Handrücken und Gesicht für nur zehn Minuten der Sonne auszusetzen.
